NaNoWriMo, Werkstatt

Grüße aus der Ferne

Ich bin mir nicht sicher, ob außer irgendwelchen Bots überhaupt jemand diesen Blog liest – trotzdem wollte ich ein kleines Update einmal dalassen.

Viel hat sich getan oder tut sich gerade im Privaten, aber auch im Kampf mit Feder und Tinte kann und konnte ich kleine Etappensiege und so einige Niederlagen verzeichnen. Allen voran natürlich der NaNoWriMo, der einmal der Grund war, warum dieser Blog entstand.
2017 war das zweitschlechteste NaNo-Jahr überhaupt gewesen. Noch weniger hatte ich eigentlich nur in meinem ersten Jahr (2007*) geschrieben. Ob das jetzt ein Zeichen oder ein Zyklus ist? Keine Ahnung, aber es ärgert mich immer noch besonders. Gründe könnte es einige geben:
Zum einen war 2017 schreiberisch eh nicht mein Jahr. Das hatte sich zwar schon im letzten Blogpost Quo vadis, Jo? angedeutet, aber so wirklich klar wird das einem ja zumeist erst in der Retroperspektive. Der NaNo stand und steht also symptomatisch für die vergangen anderthalb Jahre**.
Die nächste Sache ist, dass ich mir wohl endlich eingestehen muss, dass ich mir nicht spontan Projekte aus dem Ärmel schütteln kann. Oder eher: Schütteln vielleicht, aber mich tief genug in meine eigene Geschichte und Welt zu versetzen, um sie schreiben zu können – nee, das geht nicht mit Projekten, die nur ein paar Wochen alt sind. Mir wäre es anders lieber, weswegen ich es immer wieder versucht und deswegen sicherlich auch so viele Projekte auf Halde liegen habe. Geschichten müssen einfach reifen, ein paar Jahre sind da selten verkehrt.
Was mir jedoch, denke ich, am meisten im Weg stand, war seit Jahren gedanklich keine Pause eingelegt zu haben. Ja, das gibt es, dass man ausgebrannt ist und es gar nicht merkt und immer weiter macht und sich immer straffere Ziele setzt, weil irgendwann muss es ja klappen. Alle anderen schaffen es doch auch. Wenn es dann nicht klappt, hat man einfach nur nicht genug Biss. Pustekuchen wie ich jetzt denke. Ich war, ohne es zu merken, in ein Leistungsdenken verfallen, dass mir nicht gut tat. Ob es generell nicht zu mir passt oder ob ich noch auf einem zu niedrigem Level bin, um diese straffen Ansprüche zu erfüllen – keine Ahnung. Ich habe mich erst vor Kurzem dazu entschlossen, bewusst eine Pause einzulegen, eine richtige Pause, in der ich nicht nur nicht schreibe sondern auch nicht über meine Projekte nachdenke. Das zermürbte mich am Ende noch mehr, gerade weil ich kaum ein Wort schrieb, und fand dann letztlich im NaNo seinen Höhepunkt.

Was mache ich also jetzt? Ganz einfach: Ich habe die Prioritäten verschoben, kümmere mich mehr um meine Dinge im Privaten***, arbeite hinter den Kulissen (DSGVO, man erinnere sich) und vor allem widme ich mich wieder mehr und ohne schlechtem Gewissen meinen KaKAO-Karten. Im April hatte ich mein zehnjähriges Jubiläum, das ich völlig verschlafen habe, und deswegen für Oktober eine Geburtstagsaktion plane. Als wäre das dann nicht genug, wird auch der Blog diesen Oktober zehn Jahre. An sich habe ich auch vor, das zu feiern. Nur wie genau weiß ich noch nicht. Darüber werde ich mir in den nächsten Wochen Gedanken machen.

Insofern: Hurra, ich lebe noch und habe den Blog nicht vergessen. Stay tuned, Dinge werden geschehen in nächster Zukunft. ;)

* Bester runder Geburstag ever? Nope.
** Meine Güte, mir fällt jetzt erst auf wie lang das her ist. Ups.
*** Kein Wunder, wenn die Deadlines haben …

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