Werkstatt

Monatsabriss Februar ’15

Verdammt war der Monat schnell rum. Verdammt war mein Urlaub schnell vorbei. Und verdammt, ich habe zu wenig geschrieben.

Ich meine: Hey, ich habe geschrieben! Sage und schreibe 3.767 Wörter … Wenn ich da NaNo-Maßstäbe anlege, bin ich bei Tag zwei. Wohoo.
Daneben habe ich es geschafft, Bigby fertig zu schreiben. Beendet ist die KG, oder eher Novelle, noch nicht, ich müsste sie noch überarbeiten, aber mir reicht es damit erstmal. Dadurch, dass ich sie mir aus allen Hirnwindungen gequetscht hatte, schiebe ich immer noch ein bisschen Hass darauf — und das hat sie nun einmal nicht verdient. Zumal sich heraus gestellt hat, dass der Verlag, für den die Geschichte bestimmt war, auch nicht gerade das Gelbe vom Ei ist. Gut, ist natürlich schön, dass ich das erfahren habe bevor ich die Geschichte hingeschickt habe. Aber ärgerlich ist es schon, so grundsätzlich:
Da gibt es ständig so viele KG-Ausschreibungen und wenn man dann verfolgt wie es weiter geht, läuft nur bei gefühlt 20%, wenn überhaupt, alles so wie es sein sollte. Verschobene VÖ-Termine sind da bspw. nur das kleinere Übel.
(Bei Roman-VÖ sieht es aber auch oft nicht sonderlich rosig aus; von dem, was ich so mitbekomme. Wenn ich nicht gerade genug damit zu tun hätte, wegen meines fehlenden Outputs/ der fehlenden Schreibzeit nicht depressiv zu werden, würde ich es wohl in Anbetracht der Erfahrungsberichte anderer.)

Jedenfalls: Mein Problem besteht im Moment darin, dass ich einen guten NaNo hinter meinem Jahresziel zurück liege. Wir haben nichtmal das erste Jahresviertel hinter uns, und ich liege schon 50k zurück.
Moa.

Was mich allerdings auch noch furchtbar wurmt und Energie frisst: Mein Arbeitgeber hält es nicht für möglich (oder nötig …), mich nach der Ausbildung zu übernehmen. Allem Lob zu mir und meinen Leistungen zum Trotz. Eigentlich habe ich genug zu tun, jetzt muss ich mir schon wieder Gedanken zu meiner Zukunft machen. Wenn ich nicht gerade wüsste, dass Langeweile meine Nemesis ist, würde ich mich einfach an irgendeinem Supermarkt an die Kasse schmeißen. Dafür habe ich die Ausbildung allerdings auch nicht gemacht. Und nein: Um Leute im Buchladen zu beraten, da hätte ich sie genauso wenig gebraucht. Der Buchhändler-Beruf ist mehr als der direkte Kundenkontakt und das Regaleinräumen von Nachlieferungen. Allerdings befürchte ich, dass gerade bei so großen Ketten wie Thalia oder Hugendubel am Ende nichts Besseres für mich rausspringen wird. Was ein Rückschritt wäre, da ich im Moment auch viele (zugegeben kleinere) Aufgaben erledige, die eine gewisse Verantwortung erfordern; bzw. habe ich auch eine gewisse Narrenfreiheit mit welchen Aufgaben ich meine Arbeitszeit fülle.
Aber genug davon, ich will euch hier keine Initiativbewerbung unterschummeln. Ich denke, ihr könnt euch vorstellen wie sehr mich das beschäftigt und wie sehr das auch einfach Ressourcen frisst, die mal wieder beim Schreiben fehlen.

Lichtblicke im März werden allerdings der nächste Urlaub und die Buchmesse in Leipzig sein. :D Ich bin schon etwas aufgeregt wegen des Essens am Samstag Abend mit anderen Zirklern. Nicht zuletzt, weil ich meinen Freund mitnehmen werde und ich etwas Sorge habe, ob er sich nicht langweilen wird. Oder wie es sich überhaupt verträgt, dass mein Zirkel-Ich und mein Beziehungs-Ich gleichzeitig auftreten müssen. xD
Und dann, das Schlimmste überhaupt, beginnt auch mein letzter Schulblock, der in den schriftlichen Prüfungen enden wird im Mai. Ich habe so Angst, irgendwie. Auch wenn ich es natürlich schaffen werde. Aber ob die eins dabei rum kommt, die ich mir erhoffe?

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