NaNoWriMo

NaNo13: Woche 3, einhalb

Es wird nicht leichter. Von Jahr zu Jahr starte ich erwartungsvoll und frohen Mutes in den NaNo, schlage vll. das ein oder andere Wörtchen heraus — nur um dann in ein tiefes Loch zu fallen. NaNo-Blues, wenn jeder Anschlag eine Qual ist und sich mein Hirn schon beim bloßen Gedanken daran derart verkrampft, dass es mich furchtbar erschöpft.
In den letzten Tagen bin ich leise knurrend um meine Geschichte(n) herum geschlichen wie die Katze um den heißen Brei. Und ich bin kein Stück forwärts gekommen, zumindest nicht in Wortzahlen belletristischer Natur. Ich gab mir die Zeit, mich zu entspannen; und was meinen aktuellen Wordcount angeht, ist der gar nicht so tragisch wie es sich annehmen ließe.
Zumindest nicht für ein Projekt…

Claudine habe ich wider Erwarten völlig gegen die Wand gefahren und mich darin verheddert, dass ich noch nie einen Krimi geschrieben habe. Im Grunde war schon alles da an nötigem Material (Verdächtiger, Täter, handlungvorantreibende Zeugen/ Opfer), aber ich war etwas verplant, das Potential auszunutzen.
Ich habe jetzt etwas daran herum geschoben und schreibe die ganzen Szenen nochmals neu. Der Weisheit letzter Schluss ist das aber letztlich sicherlich nicht. Einen tatsächlichen, roten Handlungsfaden habe ich immer noch nicht und gehe so von Szene zu Szene logisch vor, was als nächste Handlung nötig wäre und was ich im Vorfeld dazu noch bräuchte damit ich sie so umsetzen kann wie ich es mir denke.
Das Wichtigste ist aber, dass mir die Geschichte langsam ans Herz wächst, auch wenn ein Teil von mir sie immer noch für keinen übergenialen Wurf hält. :D

Was Reefheim und die Tür anbelangt, habe ich mich im Nachhinein etwas in die Nesseln gesetzt.
Der Tür mangelt es ganz eindeutig an Plot und dem nötigen Ernst. Sexszene an Sexszene reihen kann ich nicht und mit Scheinplot auffüllen noch weniger. Etwas schade, da sich, meinem Empfinden nach, doch eine ganz tolle, nervenzerreißende Geschichte hinter dem bisschen verbirgt, das ich bereits geschrieben habe. Greifen kann ich dieses Spannende aber nicht. Und mir fehlen auch die (nervlichen) Kapazitäten, mir da jetzt Gedanken drüber zu machen. Die Tür stelle ich also erstmal einmal hinten an. (Was mir keinen Zacken aus der Krone bricht.)
Trauriger ist allerdings die Sache mit Reefheim. Ich war von der Welt und der Plotidee überzeugt, aber ausgearbeitet wird das allerdings nichts. Ich quälte mich von Anfang an von Szene zu Szene und erstickte in Langeweile, wenngleich eine Menge passierte. Vll. liegt mir Steampunk nicht, oder ich bin die Sache falsch angegangen. Ich denke, die Geschichte um Stella muss dann doch noch ruhen bis mir eine zündende Idee kommt.

Meine Energie konzentriert sich also die restlichen Tage auf Claudine, in der Hoffnung, zumindest einmal die 50k zu erreichen. Doppel- oder Triple-NaNo kann ich ja ebenso in den nächsten Jahren probieren.

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