NaNoWriMo

NaNo13: Woche 1

Der Teufel wohnt einmal mehr im Detail. Eigentlich klang es ganz schön, so drei Romane in einem Monat zu schreiben. Mein Eindruck von 2012 war auch, dass ich locker doppeltes Tagespensum schreiben kann. (Bevor natürlich die „höheren Umstände“ zuschlugen…)
Was es aber letztlich bedeutet, einhundertfünfzigtausend Wörter in einem Monat schreiben zu wollen, ging mir erst kurz vor Beginn auf. Ich verfiel in Torschlusspanik, auch, weil ich nicht zum Plotten kam wie ich es wollte, und verschob meine Zeitzone mal kurzerhand elf Stunden nach hinten. Für mich selbst rechne ich dennoch mit dem regulären Ende für Deutschland, aber es beruhigt mich, etwas Polster zu haben. Und letztlich habe ich auch nicht vor meinem persönlichen Start angefangen zu schreiben, also alles okey. Finde ich zumindest; das reicht ja auch.

Problematisch ist nur ein bisschen, dass ich mich verschätzt habe, was meine Arbeit und persönliche Fitness anbelangt. Kassieren ist an sich nicht anstrengend, aber ich stehe den ganzen Tag auf der Stelle, lächel immerzu und muss Kunden beruhigen. (Das mag jetzt fieser klingen als ich es meine. Tatsächlich sind 95% der Kunden nicht anstrengend… Die letzten 5% können einem aber dennoch zuweilen den letzten Nerv rauben.) Jedenfalls:
Die Sache ist die, dass ich ständig müde bin und dass ich abends schreiben muss, spätabends, wenn ich nicht wirklich produktiv bin und lieber entspannen würde. Natürlich ist es dann nicht so hilfreich bis nachts um zwei wach zu bleiben, wenn man sechs Stunden später wieder aufstehen muss…
Insgesamt ist es ein Problem, das ich zwar gesehen hatte (u.a. eben auch die Verschiebung der Zeitzone), allerdings aber dachte, damit umgehen zu können bzw. habe ich der Sache nicht so viel beigemessen. Das wirkt sich jetzt drastisch auf meinen Wordcount aus.

Im Moment stehe ich insgesamt bei 15.155 Wörtern (acht Tage). Mein Soll für Tag 8 liegt allerdings bei 40k. Das Minus ist deutlich, auch wenn ich es jetzt nicht genau ausrechnen mag, um meine Nerven zu schonen.
Insgeheim setze ich auch auf freie Tage (die ich dennoch nur verschlafe…) und die letzte Woche, in der ich nochmals Urlaub haben werde (; und dann setze ich irgendwie doch auf meine verschobene Zeitzone).
Wie ich es also drehe und wende, der Teufel hat mir an mehreren Stellen reingefuscht, auch in meiner Persönlichkeit, das ist die unangenehme Wahrheit an der Sache, und das wurmt mich eigtl. noch mehr als das Minus an sich. Dieser NaNo ist mehr als jeder andere NaNo ein Kampf mit mir selbst und um die Frage, ob ich über mich selbst hinauswachsen und besser werden kann oder doch der Tagträumer bleibe.

Für die nächste Woche habe ich mir vorgenommen, zumindest nicht bedeutend weiter zurück zu fallen und die Sache mit meiner Müdigkeit und der Arbeitserschöpfung zu lösen.
(Und mit etwas mehr Plot aufwarten zu können. Im Moment schreibe ich im freien Fall. :D)

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