Werkstatt

LBM 2012: Was denn wirklich passierte

Ich hätte es besser wissen sollen. Ein Plan ist zwar super, aber erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt.

Nachdem ich mich am Freitag furchtbar früh aus dem Bett gequält hatte, lief ich nach meiner Ankunft auf dem Messegelände schnurstracks in Richtung Halle5, um das Digitale Wohnzimmer zu suchen, und hätte dabei beinahe Susanne Fröhlich über den Haufen gerannt. Was das Wohnzimmer anging, dachte ich, dass der Expertentalk so aussehen würde, dass man als Gruppe mit verschiedenen Experten diskutieren könnte, vll. sogar auf einer kleinen Bühne. Als ich ankam, bekam ich zwar raus, dass es tatsächlich so hätte sein sollen: Aber eine Bühne hatte die Veranstaltung nicht abbekommen. Und so wurde der Talk zum persönlichen Gespräch. Da ich aber weder eine aktuelle Veröffentlichung habe, noch überhaupt einen Verlag oder eine Agentur und ich noch sehr weit davon entfernt bin, E-Books auf Amazon zu werfen, hielt ich das für mich wenig passend. Also ging ich wieder und sah mir die Messe an.
Um zwei war dann der Termin beim Verlag Mondwolf, der zu seiner neuesten Anthologie Berggeister — Fantastische Erzählungen eine Lesung abhielt, u.a. mit den Autoren Tanja Rast und Sabrina Zelezny. Da dort dann auch einige Tintenzirkler vertreten waren, gab es nach der Lesung ein kleines Tintenzirkeltreffen. Und weil wir es so schön hatten, blieben wir (ein harter Kern) bis Messeschluss zusammen und redeten uns die Münder fusselig. Zwischendurch stand man natürlich auf, kam aber alsbald zurück. Unter anderem auch ich, weil ich mir Autogramme von Anika Beer und Franka Rubus holen wollte. :)
Ich hoffe, die Pegasus-Leute aus der Rollenspiel-Ecke waren nicht allzu sauer auf uns, dass wir uns bei ihren Tischen breit gemacht hatten … Weil Pegasus die Munchkin-Spiele heraus bringt, hatte ich gleich mal nachgefragt, ob neue Erweiterungen zur Piratenversion geplant sind. „Leider nein.“ :( Dafür habe ich die Promokarte Piratten bekommen, die hatte ich noch nicht.

Auch wenn das Zirkeltreffen sehr schön gewesen war, ich war danach völlig fertig und bin prompt Samstag zu Hause geblieben, weil ich mir die Massen an dem Tag nicht antun wollte konnte. Sonntag hingegen war entspannter und weil ich noch ein paar andere Leute getroffen hatte, habe ich auch die anderen Termine völlig verschwitzt. Tja, ja, das zum Thema „Planen“. Dasselbe ist es ja auch immer beim Schreiben: „Plotten“ und „nach Plot schreiben“ sind zwei Paar Schuhe, die ich noch nie zusammen gesehen habe. Ich halte letzteres sogar für ein Märchen…

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