Rezensionen

Thiemeyer, Thomas: Reptilia

Im tiefsten Kongo verschwindet Emily Palmbridge. Deren Mutter beauftragt ihren Freund aus Kindertagen, Genetiker David Astbury, sie zu finden. Bald erfährt David jedoch, dass es der alten Palmbridge nicht nur um ihre Tochter geht, sondern auch um Mokélé M’Bembé, dem letzten Saurier auf Erden, von dem David Genproben beschaffen soll. So bricht er sich letztlich samt zwei Tierjägern und einer kongolesischen Wissenschaftlerin auf in den afrikanischen Dschungel.

Ich kann nicht behaupten, dass Thiemeyers Stil herausragend wäre. Aber er liest sich angenehm und erfüllt seinen Zweck. Besonders gefielen mir dabei die Passagen aus der Sicht des Pygmäen Egomo. Wobei ich nicht beurteilen kann, ob dieser in seinem einfachen Denken einem echten Pygmäen in nichts nachsteht.
Aber das Ende mag ich beurteilen: Es ist eher mittelmäßig. [SPOILER] Dass David sein Augenlicht verliert, fand ich überraschend – und gut. Dass dieses Handicap aber letztlich keine Rolle spielt, da im Showdown um Mokélé David plötzlich eine telepathische Verbindung mit dem hochentwickelten Saurier eingeht, womit er durch die Augen des Dinos sieht, und der Dino-Sabber ihn letztlich auch noch heilt und sein Augenlicht zurück gibt – das fand ich selbst als Fantasy-Autor kritisch und nicht gerade elegant gelöst. Das war doch zu sehr deus ex machina. [/SPOILER]

Alles in allem, tummeln sich in Reptilia solide Charaktere und ein solider Plot, innovativ ist der Roman aber kein Stelle. Dennoch ist er unterhaltsam und empfehlenswert. Ich bin schon gespannt, wie sich Thiemeyers andere Romane lesen.

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