NaNoWriMo

NaNoWriMo 2009 – Ein Rückblick

Ach du meine Güte, wie die Zeit vergeht!
Da erzähl ich überall herum, dass ich wieder beim NaNo mitmache und wieder regelmäßig drüber bloggen werde – schließlich ist das ja hier in erster Linie ein NaNo-Blog – und dann kommt nix.
Ei je …

Aber warum? Tja …

Es fing ja gut an:
Samstag, 31. Oktober. Ich sitze auf der Couch, den Laptop auf den Schenkeln, rutsche hin und her, immer wieder auf die Uhr schauend. Mir kribbelt’s in den Fingern. Und da: Mitternacht! Endlich.
Keine Minute nach Mitternacht bestritt ich meinen ersten Word War. Am Ende habe ich nach einer Stunde schon 1k Worte. Ein guter Tag. Auch, weil ich später auf 2.675 Worte insgesamt kam.

Der zweite Tag lief auch gut: 5.117 Worte – und dann fing es an.
Ich nahm mir die Freiheit mich auszuruhen, schrieb am nächsten Tag nur 96 Worte und danach gar nicht mehr. Ich fiel in ein Loch. Kreatives? Nein. Stressbedingt? Wohl eher. Ich hatte letztes Semester den Studiengang gewechselt und wie es meistens so ist mit Dingen, die man sehr, sehr gerne macht – es schneidet sich mit anderen Terminen. So wie bei jedem NaNo, weil jeden November die Wintersemester anfangen. Also musste ich mich erstmal orientieren, verzettelte mich, gab dem Schweinehund nach.

Nach zwei Wochen wollte ich es dann doch noch einmal anpacken. Sooo groß war der Abstand nun auch wieder nicht. Das konnte ich schaffen, einfach nur das doppelte Tagespensum. Dachte ich zumindest.
Aber ich war raus. 8.738 Worte zählte ich gerade einmal am 15ten. Dann kam wieder der Schweinehund, zusammen mit der Unlust. Ich hatte mal wieder aufgegeben. Im Nachhinein sollte ich mich dafür in die stille Ecke stellen, mit Zuckertütenhütchen auf meinem Kopf. Ich hätt’s nicht anders verdient.

Weitere anderthalb Wochen gingen ins Land. Ich schrieb eher lustlos weiter herum, weil ich zumindest die 10ker knacken wollte. Schaffte ich auch mit 10.009 Worten am 25ten.

Tja, dann kam am nächsten Tag der fiebrige Wahnsinn zurück. 30k Worte in 5 Tagen. 6k Worte pro Tag. Machbar. Locker. Aber soetwas von. Ich wollte es mir selber beweisen und schrieb wie blöd.
Anfänglich wollte ich mich selbst anspornen, indem ich mir pro 500 bzw. 1k Worte ein Stückchen Schokolade gönnte. Nach vier, fünf Stücken hörte ich auf, weil es mich behinderte und nicht nützte. 16.861 Worte waren mein Lohn – zusammen mit bösen Schmerzen im Arm. Meine Sehnenscheide.

Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht probierte ich es noch einmal. Diesmal mit längeren Pausen, über den Tag verteilt. Aber irgendwann musste ich dann doch abbrechen, wegen den Schmerzen. Auf 22.207 Worte kam ich trotzdem.

Sonntag wollte ich natürlich weiter machen. Aber nichts da. Mir schmerzte die Sehne schon direkt nach dem Aufstehen. Mich ärgerte es. Meine Gesundheit war mir letztlich aber lieber. Also ließ ich es bleiben und kurierte die Sehne aus.

Da war es dann gewesen für mich mit dem NaNoWriMo 2009.

Für nächsten NaNo nehme ich mir vor, öfter mal mehrere k Worte am Tag zu schreiben. So als Training damit mir meine Sehne nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht.

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