T12, Werkstatt

Schwupps, da ist das neue Jahr schon wieder drei Wochen alt – und an den Fronten hat sich ein bisschen etwas getan:

Während Der ewige Gott in der ersten Woche doch gut voran kam, ist er im Moment so schläfrig wie 90% des Casts in den Kryokapseln. Das liegt zum einen daran, dass ich immer noch keinen Plot habe. Zum anderen jedoch war ich ziemlich angefixt vom JavaScript-Kurs auf Codecademy, den ich dann in Folge in der letzten Woche auch beendet habe. Yay! Den nächsten Kurs habe ich auch gleich angefangen (jQuery), um mit meinem Webprojekt1 endlich mal voran zu kommen. Produktive Prokrastination nenne ich das mal.

Als wäre das nicht genug, hat sich auch das Webprojekt2 gemeldet nachdem meine bessere Hälfte mir eine fixe Idee eingepflanzt hat. Da sein eigener Blog (einmal bitte hier entlang zum Gedankenkompost) gerade gut Aufmerksamkeit erfährt (sind ja auch ein paar schnieke Stressmarker), haben wir uns ein bisschen allgemein über FATE und Rollenspiel unterhalten, haben uns gefragt, ob es ein Supernatural-RPG gibt (gibt es tatsächlich, jetzt bräuchte ich nur Mitspieler in meiner Nähe) – und dann meinte er auf einmal, dass ich auch eine eigene Spielewelt schreiben könnte.
Joa.
Es hat zwar ein bisschen gedauert, aber dann purzelte plötzlich das Webprojekt2 in mein Bewusstsein und forderte den Part für sich ein. Um ehrlich zu sein, hatte ich zwischendurch ja wirklich mit mir gehadert, ob ich das Projekt, so wie es angedacht war, wirklich durchziehen oder lieber ad acta legen will. Mein Problem ist, dass ich das Format (Blogroman, anyone?) an sich sehr interessant finde, andererseits jedoch Arbeit, in der eine Menge Herzblut steckt, auch nicht gerade für lau zum Fenster heraus werfen will. Das heißt nicht, dass ich denke, damit stinkreich zu werden. Nur kollidiert mein Wunsch, gelesen zu werden, so ein bisschen mit meiner Meinung zur Geiz-ist-geil-aber-für-umme-ist-noch-geiler-Mentalität doch arg. Eine finite Position habe ich da noch nicht gefunden, das hält meine Fantasie aber natürlich nicht davon ab, angefixt von meiner besseren Hälfte, im Dreieck zu springen und mich mit Titeln zu (Regel)Werken zum Webprojekt2 zuzuwerfen. Und so wächst meine Projekteliste mal wieder um 1 (oder mehr). Da kann das Jahr ja heiter werden.

Werkstatt

oder auch: Wie man eine Giraffe in den Kühlschrank bekommt.

Da ich so früh im Jahr noch kein wirkliches, erstes Wochenfazit ziehen kann, dachte ich mir, ich erzähl mal ein bisschen über die Projekte, die ich mir für diesen Monat vorgenommen habe.

In erster Linie wäre da das Bloggen. Letzten September/ Oktober hatte ich es bereits geschafft, so etwas wie eine Routine zu entwickeln, durch NaNo und Dezember war ich allerdings wieder völlig davon abgekommen. Jetzt muss ich also im Januar wieder ganz von vorne anfangen und hoffe natürlich einen Rhythmus zu finden, der einerseits Spaß macht, andererseits aber auch genug Freiraum für andere Hobbys lässt.

Das zweite große Projekt für diesen Monat ist ein Beitrag für die Feuer-und-Eis-Ausschreibung von books2read. Ich hatte damit bereits im NaNo begonnen unter dem AT Der ewige Gott. Im Moment geht es allerdings eher schleppend voran, weil mich die Geschichte selbst immer wieder überrascht und nichts so läuft wie geplant (abgesehen vom Nebenhandlungsstrang, aber da steht bisher auch nur eine Szene, haha), und ich bin mir immer noch unsicher darüber, bei wie vielen Wörtern ich am Ende rauskomme. Die Mindestanforderung sind 20k, vorgenommen habe ich mir 30k. Ob ich es allerdings bei den ständigen, unerwarteten Entwicklungen so weit schaffe, ist wohl ein Glücksspiel. Wobei das für mich Wichtigere wäre, die Geschichte im Januar überhaupt abzuschließen, um sie noch ausreichend korrigieren zu können.

Sollte ich dann immer noch Kapazitäten frei haben, wollte ich weiter an Sarah arbeiten. Eigentlich war das ja mein Januar-2016-Spaßprojekt, mit dem ich mir selbst beweisen wollte, auch mal etwas beendet zu kriegen, so abgefahren und hahnebüchern es auch sein mag. Leider bin ich nicht der nächste Pratchett oder Adams, und so hat sich die Sache natürlich mal wieder ernsthafter entwickelt als vorgenommen. Und natürlich gehört es zu einer ernsthaften Geschichte dazu, dass die Figuren sich typischerweise in Schweigen hüllen und nicht sonderlich kooperativ sind – man soll ja als Autor gefälligst von selbst auf den Trichter kommen, was Sache ist. ORZ Da hilft dann auch das beste Feeling für die Gesamtstimmung im Roman nichts, wenn jede winzige Szene hart erarbeitet werden muss. Natürlich könnte ich die Geschichte einfach liegen lassen oder aufgeben. Aber erstens trenne ich mich so ungern von meinen eigenen Ideen, zum anderen sollte sich das auch nicht zum Longtime Favourite entwickeln wie Jin&Lis, die aktuell den Rekord mit 6,5 Jahren Bearbeitungszeit halten.

Ansonsten stapeln sich noch ein paar alltägliche Verpflichtungen wie Geburtstage oder Arztbesuche, und Rechnungen, die bezahlt werden wollen. (Und jetzt großes Rätselraten, was davon Regen und was Traufe ist. *g*)

Was habt ihr euch so für den Januar vorgenommen? Startet ihr gleich voll durch oder geht ihr es noch gemütlich an?

T12

Nachdem das Jahr furchtbar chaotisch angefangen hat, will ich mich von den kleinen und größeren Startschwierigkeiten nicht lumpen lassen.
‚Jetzt erst recht‘, dachte ich mir bereits vor ein paar Wochen, als sich die Tore zum T12 wieder öffneten, und schrieb mich natürlich wieder ein. Einmal ist keinmal, und nachdem 2016 mehr als dürftig war, schreiberisch gesehen, kann es eigentlich nur besser werden.
Bereits zum zweiten Mal gibt es in diesem Jahr neben dem normalen T12 einen kleinen Bruder, der im Wesentlichen wie der große abläuft (Monatsaktionen, Rangliste, Battles), als Jahresmindestziel allerdings keine 250k Wörter vorsieht sondern kleinere Ziele zulässt. Spaßeshalber habe ich mich für 111.111 Wörter entschieden, die einerseits furchtbar klein klingen, aber nach den Pleiten aus den letzten Jahren, sollte ich vielleicht einmal realistisch kalkulieren …
Genug Material zu bearbeiten habe ich jedenfalls. Nach einer kleinen Inventur bleiben mir summa summarum acht Einzelromane und eine Pentalogie sowie vier Kurzromane, mindestens zwölf Friday Flash Fictions und eine unbestimmte Anzahl an Kurzgeschichten (im Moment habe ich mir bisher nur vier Ausschreibungen heraus gesucht, aber weiß, was da noch im Laufe des Jahres hinzu kommt). So gesehen könnte ich also ganz wie Jacky ein 12in12-Experiment starten. Haha.
Nein.
Wir reden hier von ungefähr 900k Wörtern, und das sind Sphären, in die ich nichtmal mit allem, was ich je an (ernsthafter) Prosa verfasst habe, wirklich vorgedrungen bin. Vermutlich bräuchte ich sieben bis acht Jahre, um alle Projekte zu beenden, die sich im Laufe der gleichen Zeit angesammelt haben. – Was mich etwas beängstigt, wenn ich mir das so vor Augen führe, schließlich kommen ja auch ständig Projekte hinzu, und bei allen habe ich das Gefühl, es nicht abwarten zu können, sie zu schreiben und sie lieber gestern als heute fertig hätte. Warum das aber trotzdem nicht so funktioniert, das ist ein Rätsel, das ich in diesem Jahr nun endlich überwinden will. Also habe ich mir ein kleines Ziel gesetzt, mit einer kleinen Anzahl an täglich zu schreibenden Worten, um die Einstiegshürde so gering wie möglich zu halten. Ob es klappt, werden wir sehen. Meine größten Gegner sind ja weiterhin der Alltag und dass ich mich manchmal schlecht fokussieren kann und leicht ablenken lasse.