T12, Werkstatt

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. So oder so ähnlich klingt nicht nur mein heimliches Lebensmotto sondern vermutlich insbesondere auch das Motto für 2016. Über Sylvester plötzlich erkrankt, lief es dennoch in den ersten Tagen des neuen Jahres super. Bis zum 7ten hielt ich durch und schrieb jeden Tag mein Soll. Dann kam mal wieder der Brotberuf samt Überstunden und schmerzenden Händen sodass ich eine Pause einlegen musste. Jetzt könnte man sagen, das wäre nicht so schlimm. Nur bin ich von der Immergrünliste damit geflogen und knabber noch ein bisschen daran. Wobei es vll. auch ganz gut ist, nicht mehr den Druck zu haben, jeden Tag mein Soll schreiben zu müssen, um im grünen Bereich zu bleiben sondern so viel und in dem Tempo zu schreiben, wie ich kann und möchte. Jedenfalls werde ich die Sache zum Anlass nehmen und zu meinem ursprünglichen Schreibplan zurückkehren, der Schreibpausen an Arbeitstagen vorsieht.

Im Vergleich zu meinem Output, der immer noch erfreulicher ist als all die Jahre zuvor, bin ich auf mein aktuelles Projekt nicht so gut zu sprechen. Klar, wir hatten bisher viel Spaß zusammen und meine kuriosen Charaktere sind doch allesamt recht liebenswürdig — stilistisch und erzählerisch bleibt die Geschichte aber sehr weit zurück, wenn sie nicht gar gegen Null tendiert. Den Stil könnte man als solide, aber langweilig beschreiben und der Plot lässt sich nicht blicken. Genau genommen habe ich zwar Wendepunkte, aber keine Szenen im Kopf wie sich diese Wendepunkte umsetzen ließen. Ein typisches Problem von mir also. Charaktere, Welt, Flair, Handlungsfetzen — aber genaue Szenen, die Geschichte als solche? Nada. Das erfreulich Schreckliche daran ist, dass mein Lieblingsduo Jin&Lis leise nach mir ruft, genauso wie Eldric&Maschka, mein letztes NaNo-Projekt und Nachfolgeband der beiden anderen. Vermutlich werde ich die Tage mir die Plots der beiden mal wieder hernehmen und versuchen, doch mal sowas wie grobe Szenenzusammenfassungen zu entwickeln. Den Fehler, in die beiden Projekte wieder reinzulesen, habe ich zumindest bereits begangen …

Bisherige Statistik

Wordcount 09.01.: 0 Wörter
Wordcount Januar: 6.083 Wörter
Wordcount gesamt: 6.083 Wörter
längste Nullrunde: 2d

Neue Romane begonnen: 1
Alte Romane beendet: 0
Liter Tee: 0
Flaschen Bier/ Rum/ Wein: 1/ 0/ 0
Tafeln Schokolade: 2
Packungen Kekse: 0
Oh-Gott-bitte-erschießt-mich-doch-Phasen: 1
Bodycount: 0 (+1,5 Zombies, +1 Vampir)

T12

Im Tintenzirkel gibt es seit ein paar Jahren eine verschärfte Version des NaNos für die, die ihn das ganze Jahr über schreiben wollen, und das auch nicht allein. Entgegen dem Rest Vernunft, der in einer Ecke meines Verstandes gerade heult, habe ich mich diesem verrückten Treiben angeschlossen und folgendes Verderben folgenden Vertrag unterschrieben:

Das T12-Manifest

Ich nehme in diesem Jahr am T12 teil. Das bedeutet, ich verschreibe mich dem Schreiben – ein ganzes Jahr lang, nicht nur für Januar und November. Ich werde alles tun, um mein selbstgestecktes Ziel zu erreichen. An jedem Tag, an dem ich schreibe, werde ich auch meinen Counter aktualisieren, es sei denn, mir steht kein Internetzugang zur Verfügung – dann reiche ich die Wortzahlen unverzüglich nach. Rückschläge werden mich nicht schrecken. Ich weiß, dass ich in diesem Board auch dann willkommen und unter Freunden bin, wenn ich in den roten Zahlen stecke – und sogar dann, wenn ich vergessen habe, meinen Counter zu aktualisieren. Alles wird verziehen, außer weglaufen. Ich werde in diesem Board aktiv sein und meine Mitstreiter zu Höchstleistungen anspornen. Vor allem aber will ich mit Freude bei der Sache sein, Spaß am Schreiben haben und ein paar wirklich tolle Geschichten zu Papier bringen. 2016 wird mein Jahr.

Ich habe jederzeit das Recht, mich auf »Regel Minus Eins« zu berufen: Das Leben geht vor. Ich weiß nicht, was das Jahr mir bringen wird. Aber ich setze alles daran, dass es ein großartiges wird. Mein Ziel für 2016 liegt bei 275.000 Wörtern.

Und wie wir alle wissen, sind Verträge bindend … Mein Ziel für 2016 besteht also darin, 275k Wörter zu schreiben. Das sind 5,5 NaNos, nur so als Vergleich. Glücklicherweise stelle ich mich dieser Herausforderung nicht allein sondern zusammen mit fast zwei Dutzend anderen Zirklern. Dabei geht es natürlich nicht nur um den reinen Output. Vielmehr ist es ein lustiger Reigen mit Rahmenprogramm, Motivation, Tagebüchern und liebevollen Freunden, die ein Auge aufeinander haben und sich gegenseitig anstupsen, wenn es besonders gut läuft oder mal besonders schlecht.
Es wäre gelogen, zu behaupten, ich wäre nicht aufgeregt und stünde nicht kurz vor der Schnappatmung. 😀 Haha.

Oh je.

T12, Werkstatt

Haha. Ei je …
Normalerweise reagiere ich nicht wirklich auf E-Mails, die den Eindruck erwecken, als wären sie an mich persönlich adressiert. Normalerweise. Die Konsequenz ist jetzt, dass ich dieses Jahr wieder am WriYe teilnehmen werde … Nachdem ich 2010 völlig versagte und 2011 erst gar nicht teilnahm. Aber letzten NaNo habe ich ja gewonnen! Entsprechend stapel ich dieses Jahr tief und bleibe bei einem niedlichen Ziel von 100k Wörtern fürs ganze Jahr. Neben den 50 Büchern, die ich lesen wollte, sollte das zu schaffen sein. Zumal ich inständig hoffe, dass der Knoten in Sachen NaNo endgültig geplatzt ist und ich dieses Jahr wieder siegen werde. Aber vielleicht sollte ich dafür nochmals die Göttin der Musen beweihräuchern, anbeten und ihr Kreativität opfern.