T12

Wie war das? Weh tun muss es, also gleich ein hohes Ziel wählen, an dem ich mich reiben kann. Meine Gedanken so im Dezember.
Nach acht Monaten kann ich sagen, dass die Realität zuweilen ganz schön schmerzhaft sein kann. Im Grunde habe ich es von Anfang an gewusst, aber ich wollte trotzdem gegen mich antreten und habe mich für den T12 entschieden. Einige Tage ging das ganz gut, aber die restliche Zeit war es nur ein Trauerspiel. Ein Trauerspiel in zwölf Akten, in dessen retardierendes Moment wir gerade stecken, bevor alles letztlich im Desaster ertrinkt.
Um mich und meine Psyche also zu schonen, habe ich die Segel gestrichen und mich, zumindest im Zirkel, vom T12 verabschiedet. Es war schön und lustig, aber das Mindestziel liegt bei 250k Wörtern. Nach aktuellen Stand müsste ich fast 2k Wörter am Tag tippen, um es noch zu schaffen. Gut, das Tagesziel ist etwas mehr als das normale NaNo-Soll, also auf den ersten Blick durchaus schaffbar. Wäre da nicht die allgemein fehlende Motivation. Insgesamt schreibe ich mehr als genug am Tag — aber nur wenig Prosa. Insofern stutze ich mein Jahresziel stark zurecht auf süße 100k Wörter. Das ist immer noch genug, um am Tag nicht mit bequemen 300 Wörtern wegzukommen und allein auf den NaNo zu hoffen. (Und es wäre immer noch bedeutend mehr als ich in den letzten Jahren geschafft habe.)
Was ich als Nächstes schreibe, steht auch noch in den Sternen. Genug Anfänge und Blurbs habe ich auch in diesem Jahr jedenfalls angesammelt. Und zu allem Übel steht auch der NaNoWriMo vor der Tür …

T12, Werkstatt

Nachdem das Gewitter letzte Nacht auch bei uns so einigen Staub weggewaschen hat, ist mir auch in meinem dösigen Geiste klar geworden, dass der Juni demnächst vorbei ist. Das heißt auch, dass 2016 sich mit großen Schritten dem Ende nähert. Wird also Zeit, einen Blick zurück zu werfen und eine Zwischenbilanz meiner Neujahrsvorsätze zu ziehen:

Jin und Lis beenden

Hahaha… Nein.

Im NaNoWriMo einen(!) Roman schreiben

*Schweiß von der Stirn wischt* Ha, das steht zum Glück noch aus.

60 70 Bücher lesen

Der letzte Stand sind 15 Bücher, da fehlt aber hier und da noch ein Buch. Insgesamt bin ich aber dennoch nicht bei 20, es gibt also einiges aufzuholen.

200. KaKAO zeichnen
300. KaKAO zeichnen

Oh ja, der war gut. Die letzte Nummer ist 129 und aktuell befinde ich mich in einer kleinen Pause. Ich neige dazu, eigentlich nur Karten für Sammeltauschaktionen anzufertigen, was auch heißt, dass ich ständig eine oder mehrere Deadlines habe. Da ist einfach die Puste raus und ich muss mich nun etwas erholen. Auch, weil ich mich schon lange um mein eigentliches Problem, den nächsten Punkt auf der Vorsatzliste, kümmern möchte.

Den T12 erfolgreich bestehen

Es wäre gelogen, zu behaupten, ich wäre nicht aufgeregt und stünde nicht kurz vor der Schnappatmung. Haha.

Oh je.

Auch wenn ich es nicht zugeben mag, ich kenne mich letztlich doch besser als es mir lieb wäre. Mir war von Anfang an klar, dass das ein irres Ziel ist, aber mein heimliches Lebensmotto ist ja nicht ohne Grund „aim high“. Dass ich damit öfter versage als erfolgreich zu sein, dürfte klar sein, hält mich aber auch nicht davon ab, so weiter zu machen. Momentan stehe ich bei 10k von… 275k. 3,6%. Oh ja, das ist wunderbar viel. Eigentlich hatte ich den November als Joker schon einberechnet und das Jahresziel bewusst niedriger angesetzt als ich zuvor eigentlich wollte. Was für ein Glück! Mein tägliches Ziel liegt nämlich nunmehr bei 1,5k, wenn ich das noch schaffen wöllte. Sozusagen muss ich jetzt jeden Monat NaNo schreiben, um noch zu gewinnen. Da könnte ich ja glatt noch gegen Jacky antreten bei ihrem 12in12. ;D

Wie sieht es bei euch aus? Kommt ihr gut voran mit euren Vorsätzen oder geht es euch wie mir?

T12, Werkstatt

Da haste den Mund aber ganz schön vollgenommen. — Ja, ich weiß … Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt und noch ist ja nichts verloren. Ich könnte mich jetzt in Erklärungen verlieren, warum ich in vier Monaten noch nicht einmal über den Count einer Novemberwoche gekommen bin, aber das wären auch nur Vorwände. Manchmal klappt es, manchmal nicht.
Klang ich im Januar noch so gefangen von der Immergrünliste, geht es mir jetzt in der Hinsicht sehr gut. Gewissermaßen war es sehr befreiend, und auch das viele Rot im Counter oder Numbers-Sheet kratzt mich nicht. Gut, es sieht schon nicht schön aus. Deswegen arbeite ich ja auch wieder daran. Aber vor allem befinde ich mich, gefühlt, wieder in einer sehr bekannten und bequemen Situation wie im NaNo: Ein starker Start, dann große Flaute und nochmal ein Sprint zum Schluss. Ich rolle die Liste mal wieder von hinten auf. Da ich allerdings leider nicht Flash bin, muss ich mit dem Sprint diesmal früher anfangen und ihn zu einem Marathon ausweiten. Als würde Joey Kelly durch die Wüste joggen. So dürft ihr euch das vorstellen. Wobei ich dann doch schon immer mal wieder pausieren muss.
Ansonsten kann ich noch berichten, dass ich ein neues Projekt angefangen habe. Mal wieder. Aber es macht Freude. <3 Vll. bringe ich es nach Abschluss als SP (= Selfpublisher) heraus, vll. versauert es auch bis in alle Ewigkeit unfertig in der virtuellen Schublade. Ich weiß es noch nicht. Erst einmal schreibe ich einfach daran und freue mich über jedes neue Wörtchen.

Bisherige Statistik

Wordcount gesamt: 7.755 Wörter
längste Nullrunde: 33d

Neue Romane begonnen: 2
Alte Romane beendet: 0
Liter Tee: 2
Flaschen Bier/ Rum/ Wein: 2/ 0,5/ 1
Tafeln Schokolade: 3
Oh-Gott-bitte-erschießt-mich-doch-Phasen: 6
Bodycount: 0 (+1,5 Zombies, +1 Vampir)