T12

Die Giraffe, die den Kopf in den Sand steckte

oder auch: Kühlschranktür auf, Giraffe rein – es könnte doch so einfach sein.

Was nach einem Kinderreim in einem Kinderbuch klingt, ist eher The Sadly True Story Of My LifeTM, eine ständige Wiederholung derselben Unleidlichkeiten, die mich vom Schreiben fernhalten. Da ich mir allerdings auch vorgenommen habe, nicht mehr so weinerlich zu sein, stellt sich die Frage, was ich in den letzten Wochen erreicht habe. Die Ziele waren hoch, die Motvation bedeutend höher – und die Ergebnisse? Ich würde nicht unbedingt sagen „unterirdisch“, aber selbst auf meiner Negativ-Skala gibt es immer noch mehr Tage, die besser verliefen.

In erster Linie ging die meiste Zeit, natürlich, für den Brotberuf drauf, dann kam der ganze Ärztekram und schließlich geht der Februar wie seit jeher noch schneller als andere Monate herum. Worttechnisch kam dabei eine fette Nullrunde um die Ecke, dafür habe ich aber wieder zu lesen begonnen und konnte bisher durchschnittlich jede Woche ein Buch beenden. Dafür, dass ich zuvor fast ein halbes Jahr nichts gelesen habe, ist das doch schon was.
Außerdem haben sich Stella&Vivi bei mir gemeldet und mich eines Tages hinterrücks mit Background-Fluff, neuen Figuren und Szenen überfallen. Daher habe ich also ein bisschen geplottet und hoffe doch mal, dass das jetzt keine Eintagsfliege war.

Ein paar andere fixe Ideen tummeln sich natürlich weterhin in meinem Kopf. Durch den Buchdrachen bin ich zu StoryHub gekommen und finde das Portal bisher sehr reizvoll. Ähnlich wie der Drachen habe ich Erfahrungen mit einigen im Artikel genannten Portalen gemacht und mich daher vor Jahren aus dem Onlineveröffentlichen zurückgezogen. Und genauso ähnlich wie er finde ich die sogenannten Playstorys auf StoryHub sehr interessant. Das Spielsystem ist an sich ja asbach-uralt und gehörte zu den ersten Computerspieltypen bevor es soetwas wie „Grafik“ auf Computern gab. Es ist erfrischend zu sehen, dass sich das Format in abgewandelter Form gehalten hat. (Der Mantikore-Verlag veröffentlicht bspw. seit Längerem Spielebücher. Metal Heroes hatte ich vor einer Weile schon einmal in der Hand und war davon recht angetan, auch wenn die Erzählstimme manchmal ein bisschen too much war, selbst für eine humoristische Geschichte.)
Long story short: Das passt alles wunderbar zu meinem Vorhaben, selbst eine Entscheidungsgeschichte zu schreiben, das ich wiederum auch seit ein paar Jahren mit mir herumtrage, es bisher aber nie angegangen bin. Vielleicht ändert sich das in nächster Zeit. Genug Stoff, der sich umwandeln ließe, habe ich ja. Ich bin nur leider etwas darin versumpft, eine passende Software zum Schreiben zu finden. Zwar ist so ein, ich sag mal, Ereignisbaum für den Verlauf der Geschichte relativ schnell geschrieben und kann mit Mindmappingtools recht simpel umgesetzt werden, trotzdem bedarf es dann dazu recht viel Zetteilei, um sich selbst nicht durcheinander zu bringen, bei welchem Strang jetzt welche Gegenstände zur Verfügung stehen oder welche Entscheidungen nicht (mehr) getroffen werden können und welche stattdessen neu hinzugekommen sind, und überhaupt wäre der ganze Baum vom eigentlich Text völlig losgelöst und der Text lösgelöst von irgendeiner Art Spielmechanik. (Ja, ich geh mal wieder fünf Schritte weiter bevor ich überhaupt angefangen habe.) Ich hätte halt einfach gern eine kostengünstige Software, mit der ich alles an einem Platz halten kann. Oder eine Idee wie sich Scrivener für Entscheidungsgeschichten nutzen ließe …

Völlig unabhängig davon sind auch noch zwei WIPs hinzugekommen: Meet Me Halfway, inspiriert vom gleichnamigen BEP-Song, und Vier Pfoten und ein Mord, das für eine Ausschreibung entstehen soll.

Insgesamt gesehen war ich also wie immer im Kopf recht umtriebig, nur der Word Count schaute in die Röhre.
Wie ist es mit euch, kennt ihr Entscheidungsgeschichten? Habt ihr selbst schon einmal eine geschrieben?

 

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