Werkstatt

Mein Blog, der hat drei Ecken, drei Ecken hat – … Nein.

Es ist weder Anfang des Monats noch dessen Ende und an einem Donnerstag sieht meine tolle Exceltabelle auch keine Beiträge vor – was mache ich hier also eigentlich? (Falls ich jemanden aus seiner Arbeit gerissen oder geweckt haben sollte: `tschuldigung.)
An meinen Zugriffen kann ich sehen, dass sich ein paar Neugierige bereits auf Beiträge verirrt haben, die ihnen zum einen vielleicht ungewöhnlich erscheinen und zum anderen in ihrer Anzahl viele sind. Das hat schon so seine Richtigkeit, keine Sorge. Ich habe nur die Beiträge meines Reziblogs quergelesen in 50kwords integriert, weil ich mich in den letzten Tagen dazu entschlossen habe, den Reziblog einzustellen. Das ist keine leichtfertige Entscheidung gewesen, fußt jedoch auf einer Vielzahl von Überlegungen und auch einer guten Portion Unmut. Unmut, für den ich niemanden verantwortlich machen will, gleich vorweg gesagt. Es ist nur seit mehr als einem Jahr so, dass ich mit allem, was Social Media bzw. meinen Internetkonsum betrifft, nicht so recht zufrieden bin und diese Unzufriedenheit nahm in letzter Zeit überhand. Social Media waren für mich nur noch unproduktiv und belastend, jeder Scroll durch Twitter oder Instagram machte mich geistig müde, ärgerte mich, weil ich merkte wie ich meine Zeit verplemperte, die ich stattdessen zum Schreiben oder Schlafen hätte nutzen können.
Was den Reziblog angeht, hatte ich seit Längerem keine wirkliche Freude mehr daran, sodass ich nach einigem Überlegen mich letztlich zur Schließung entschloss. Er macht mir momentan mehr Arbeit als ich Kraft und Zeit dafür habe, und weil er noch aus einer Zeit stammt als ich mich vornehmlich als Buchhändler gesehen habe und weil ich dachte, dass Buchhändler nun einmal Buchblogs haben. Sie lesen viel, sie beraten täglich, die Rezensionen, die dadurch entstehen wären also eher leichtes Spiel. Nur dass ich dann nicht zu jedem Buch den Drang hatte, etwas zu sagen, dass mir das ständige Bewerten und Tracken von Dingen und Tätigkeiten schon damals begann zu viel zu werden und dass der Blog letztlich null Reichweite hatte und ich sozusagen in die Leere bloggte – geschenkt, für eine lange Zeit jedenfalls. Zusammen mit allem anderen kam das allerdings die Tage wieder hoch, und ich entschied mich eben zu diesem radikalen Einschnitt. Nicht nur quergelesen muss sich von seiner Eigenständigkeit verabschieden, auch die Beiträge meiner Twitter- und Instagram-Accounts sind im Datennirvana verschwunden und die Accounts werden demnächst ein Schattendasein fristen. So ganz konnte ich mich von ihnen noch nicht verabschieden, vielleicht kommt das noch, vielleicht auch nicht.

Jedenfalls, wie auch immer – die Rezensionen/ Beiträge von quergelesen sind ersteinmal hierüber gewandert bis ich mir darüber einig werde, was ich weiterhin mit ihnen mache. Sollte das bei jemandem eine Flut von Benachrichtigungen ausgelöst haben: Nochmals Entschuldigung. Kommt nicht so schnell wieder vor.

 

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