Schreibratgeber

2k to 10k von Rachel Aaron

Nachdem wir uns also dank No Plo? No Problem! emotional auf den NaNoWriMo einstimmen konnten, wird es Zeit, sich endlich mit etwas Handfesterem zu beschäftigen. Rachel Aarons 2k to 10k gibt dabei eine handliche Anleitung ab, die gerade im November von besonderem Nutzen sein kann.

Ähnlich wie NP?NP! ist 2k to 10k in zwei Teile aufgeteilt. Während im ersten Aaron unterhaltsam ihre Geschichte abhandelt wie sie sich selbst zu solchen enormen Leistungen brachte, handelt der zweite Teil (und zwei Drittel des Buches) vom Plotten, der Figurenentwicklung und dem Editieren am Ende eines jeden Schreibprozesses. Insgesamt gesehen sind die Tipps vermutlich nichts Neues, aber auch so simpel, dass sie leicht vergesen werden. Im Kern fußen die Tipps darauf, zu wissen, was man schreibt, zu wissen wie viel Zeit man für was beim Schreiben aufbringt und der Fähigkeit, sich immer wieder selbst zu motivieren und letztlich nur das zu schreiben, was man selbst gerne lesen würde. (Wenn schon der Autor von seiner Geschichte angeödet ist, wie soll es da erst dem Leser ergehen?)
Das musste ich auch lernen als ich versuchte, die Tipps im NaNo 2013 umzusetzen. Zwar machte ich viele Sachen im Grunde bereits – und da ich ja auch in der letzten Woche Urlaub hatte, hatte ich viel Zeit – dennoch half mir gerade in den finalen Stunden ein sehr simpler Trick: Ich hielt von Zeit zu Zeit inne und schmierte in kurzen Stichpunkten auf einen Zettel, was die nächsten logischen Schritte für die Geschichte wären sodass ich immer einen Plan hatte, was ich als nächstes zu schreiben hatte. Was soll ich sagen, ich gewann schließlich. Zwar war der Roman dann gerade im letzten Drittel völlig abgedreht (Ich mein: ein Krokodil unter einer Psychatrie, mitten in Frankreich?), aber ich hatte die 50k und war völlig zufrieden mit mir. Überarbeitet habe ich den Roman nie. Vermutlich werde ich die Geschichte nun für den Blogroman, den ich plane, wiederverwenden. Was ich damit sagen will: Dank eines simplen Hinweises habe ich gewonnen, und der Ratgeber hatte somit sein Versprechen eingelöst.
2k to 10k wird also für einige Ahs und Oh sorgen, mal mehr und mal wieder, bietet aber eine handfeste Anleitung wie der Output zu steigern ist, ohne unbedingt mehr Zeit fürs Schreiben aufbringen zu müssen. Empfehlen würde ich den Ratgeber letztlich jedem. Kostet ja auch nicht die Welt.

 

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