Projekte, Schriftstellerleben

oder auch: Wie man eine Giraffe in den Kühlschrank bekommt.

Da ich so früh im Jahr noch kein wirkliches, erstes Wochenfazit ziehen kann, dachte ich mir, ich erzähl mal ein bisschen über die Projekte, die ich mir für diesen Monat vorgenommen habe.

In erster Linie wäre da das Bloggen. Letzten September/ Oktober hatte ich es bereits geschafft, so etwas wie eine Routine zu entwickeln, durch NaNo und Dezember war ich allerdings wieder völlig davon abgekommen. Jetzt muss ich also im Januar wieder ganz von vorne anfangen und hoffe natürlich einen Rhythmus zu finden, der einerseits Spaß macht, andererseits aber auch genug Freiraum für andere Hobbys lässt.

Das zweite große Projekt für diesen Monat ist ein Beitrag für die Feuer-und-Eis-Ausschreibung von books2read. Ich hatte damit bereits im NaNo begonnen unter dem AT Der ewige Gott. Im Moment geht es allerdings eher schleppend voran, weil mich die Geschichte selbst immer wieder überrascht und nichts so läuft wie geplant (abgesehen vom Nebenhandlungsstrang, aber da steht bisher auch nur eine Szene, haha), und ich bin mir immer noch unsicher darüber, bei wie vielen Wörtern ich am Ende rauskomme. Die Mindestanforderung sind 20k, vorgenommen habe ich mir 30k. Ob ich es allerdings bei den ständigen, unerwarteten Entwicklungen so weit schaffe, ist wohl ein Glücksspiel. Wobei das für mich Wichtigere wäre, die Geschichte im Januar überhaupt abzuschließen, um sie noch ausreichend korrigieren zu können.

Sollte ich dann immer noch Kapazitäten frei haben, wollte ich weiter an Sarah arbeiten. Eigentlich war das ja mein Januar-2016-Spaßprojekt, mit dem ich mir selbst beweisen wollte, auch mal etwas beendet zu kriegen, so abgefahren und hahnebüchern es auch sein mag. Leider bin ich nicht der nächste Pratchett oder Adams, und so hat sich die Sache natürlich mal wieder ernsthafter entwickelt als vorgenommen. Und natürlich gehört es zu einer ernsthaften Geschichte dazu, dass die Figuren sich typischerweise in Schweigen hüllen und nicht sonderlich kooperativ sind – man soll ja als Autor gefälligst von selbst auf den Trichter kommen, was Sache ist. ORZ Da hilft dann auch das beste Feeling für die Gesamtstimmung im Roman nichts, wenn jede winzige Szene hart erarbeitet werden muss. Natürlich könnte ich die Geschichte einfach liegen lassen oder aufgeben. Aber erstens trenne ich mich so ungern von meinen eigenen Ideen, zum anderen sollte sich das auch nicht zum Longtime Favourite entwickeln wie Jin&Lis, die aktuell den Rekord mit 6,5 Jahren Bearbeitungszeit halten.

Ansonsten stapeln sich noch ein paar alltägliche Verpflichtungen wie Geburtstage oder Arztbesuche, und Rechnungen, die bezahlt werden wollen. (Und jetzt großes Rätselraten, was davon Regen und was Traufe ist. *g*)

Was habt ihr euch so für den Januar vorgenommen? Startet ihr gleich voll durch oder geht ihr es noch gemütlich an?

T12, T12.17

Nachdem das Jahr furchtbar chaotisch angefangen hat, will ich mich von den kleinen und größeren Startschwierigkeiten nicht lumpen lassen.
‚Jetzt erst recht‘, dachte ich mir bereits vor ein paar Wochen, als sich die Tore zum T12 wieder öffneten, und schrieb mich natürlich wieder ein. Einmal ist keinmal, und nachdem 2016 mehr als dürftig war, schreiberisch gesehen, kann es eigentlich nur besser werden.
Bereits zum zweiten Mal gibt es in diesem Jahr neben dem normalen T12 einen kleinen Bruder, der im Wesentlichen wie der große abläuft (Monatsaktionen, Rangliste, Battles), als Jahresmindestziel allerdings keine 250k Wörter vorsieht sondern kleinere Ziele zulässt. Spaßeshalber habe ich mich für 111.111 Wörter entschieden, die einerseits furchtbar klein klingen, aber nach den Pleiten aus den letzten Jahren, sollte ich vielleicht einmal realistisch kalkulieren …
Genug Material zu bearbeiten habe ich jedenfalls. Nach einer kleinen Inventur bleiben mir summa summarum acht Einzelromane und eine Pentalogie sowie vier Kurzromane, mindestens zwölf Friday Flash Fictions und eine unbestimmte Anzahl an Kurzgeschichten (im Moment habe ich mir bisher nur vier Ausschreibungen heraus gesucht, aber weiß, was da noch im Laufe des Jahres hinzu kommt). So gesehen könnte ich also ganz wie Jacky ein 12in12-Experiment starten. Haha.
Nein.
Wir reden hier von ungefähr 900k Wörtern, und das sind Sphären, in die ich nichtmal mit allem, was ich je an (ernsthafter) Prosa verfasst habe, wirklich vorgedrungen bin. Vermutlich bräuchte ich sieben bis acht Jahre, um alle Projekte zu beenden, die sich im Laufe der gleichen Zeit angesammelt haben. – Was mich etwas beängstigt, wenn ich mir das so vor Augen führe, schließlich kommen ja auch ständig Projekte hinzu, und bei allen habe ich das Gefühl, es nicht abwarten zu können, sie zu schreiben und sie lieber gestern als heute fertig hätte. Warum das aber trotzdem nicht so funktioniert, das ist ein Rätsel, das ich in diesem Jahr nun endlich überwinden will. Also habe ich mir ein kleines Ziel gesetzt, mit einer kleinen Anzahl an täglich zu schreibenden Worten, um die Einstiegshürde so gering wie möglich zu halten. Ob es klappt, werden wir sehen. Meine größten Gegner sind ja weiterhin der Alltag und dass ich mich manchmal schlecht fokussieren kann und leicht ablenken lasse.

NaNoWriMo, NaNoWriMo 16

War ich Anfang des Monats noch recht zuversichtlich, ist mittlerweile die große Ernüchterung eingetreten. Ganz wie der Trend der letzten Jahre zu erwarten ließ – ich gewinne in ungeraden Jahren und verliere in geraden Jahren –, konnte ich ihn nicht brechen und gehe 2016 mit keinen 50k nach Hause.
Dafür habe ich allerdings zwei Cover erstellen können und ein Motivationspäckchen gepackt, die allen viel Freude bereitet haben. So unproduktiv war ich also gar nicht, nur nicht gerade an der richtigen Stelle, könnte man sagen.
Wie es weiter geht, weiß ich nocht, ich musste den NaNo auch früher beenden, weil mir Arme und Hände weh taten und ich keine dauerhaften Schäden riskieren wollte. Die Ausschreibung, für die Der ewige Gott eigentlich gedacht war, läuft glücklicherweise noch bis 1ten März sodass mir noch genug Zeit bleibt, die Sache zu beenden und zu überarbeiten. Vor allem, da ich dafür eigentlich keine 50k vorgesehen habe, eher so um die 30k.
Ansonsten werde ich mich in nächster Zeit erstmal zurücklehnen und vom gesamten Jahr erholen. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass 2016 eher bescheiden war (wenn nicht gerade geheiratet wurde) und jetzt warte ich eigentlich nur noch, dass das Jahr vorbei geht und plane schon mal für 2017. Nicht dass ich Vorsätze hätte, die ich brechen könnte, aber so das ein oder andere Projekt will ich dann doch mal beenden.

Wie lief es bei euch im NaNo und was habt ihr noch im Dezember vor?