NaNoWriMo, NaNoWriMo 16

War ich Anfang des Monats noch recht zuversichtlich, ist mittlerweile die große Ernüchterung eingetreten. Ganz wie der Trend der letzten Jahre zu erwarten ließ – ich gewinne in ungeraden Jahren und verliere in geraden Jahren –, konnte ich ihn nicht brechen und gehe 2016 mit keinen 50k nach Hause.
Dafür habe ich allerdings zwei Cover erstellen können und ein Motivationspäckchen gepackt, die allen viel Freude bereitet haben. So unproduktiv war ich also gar nicht, nur nicht gerade an der richtigen Stelle, könnte man sagen.
Wie es weiter geht, weiß ich nocht, ich musste den NaNo auch früher beenden, weil mir Arme und Hände weh taten und ich keine dauerhaften Schäden riskieren wollte. Die Ausschreibung, für die Der ewige Gott eigentlich gedacht war, läuft glücklicherweise noch bis 1ten März sodass mir noch genug Zeit bleibt, die Sache zu beenden und zu überarbeiten. Vor allem, da ich dafür eigentlich keine 50k vorgesehen habe, eher so um die 30k.
Ansonsten werde ich mich in nächster Zeit erstmal zurücklehnen und vom gesamten Jahr erholen. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass 2016 eher bescheiden war (wenn nicht gerade geheiratet wurde) und jetzt warte ich eigentlich nur noch, dass das Jahr vorbei geht und plane schon mal für 2017. Nicht dass ich Vorsätze hätte, die ich brechen könnte, aber so das ein oder andere Projekt will ich dann doch mal beenden.

Wie lief es bei euch im NaNo und was habt ihr noch im Dezember vor?

NaNoWriMo, NaNoWriMo 16, Projekte

*Bitte hier stürmische Begeisterung über den NaNoWriMo, und den ersten Tag, von mindestens 1,7k Wörtern einfügen.*

Ja. Nun. In letzter Zeit war ich mal wieder richtig still geworden nachdem ich eigentlich dachte, einen guten Rhythmus fürs Bloggen gefunden zu haben. Wie immer lag es an diversen Umständen, die dazu führten, dass sich das Hobby wie Arbeit anfühlte und ich mich dazu entschied, kurz zu pausieren. Wie dem auch sei, mittlerweile ist der November und somit auch der NaNoWriMo angebrochen, und so fühlte ich mich doch mal bemüßigt, aus meinem Loch zu krabbeln und etwas dazu zu schreiben.
An dieser Stelle nun müssten, denke ich, ein paar Wörtchen zu den Plots meiner Projekte fallen – ja, ich war tatsächlich so verrückt und habe mich für einen DoppelNaNo entschieden – da ich aber die Letzte bin, die weiß, worum zum Henker es in diesen Geschichten geht, kann ich bisher nur mit Covern dienen. Bitte sehr:

Projekt Numero Uno dürfte vielleicht noch aus dem NaNoWriMo 2014 bekannt sein, den ich damals auch gewonnen habe. Nur leider hatte ich am Ende eine Geschichte, die nicht wusste, was sie sein wollte und daher recht durcheinander war. Aber vor allem hatte ich sie nicht beendet. Daher ist mein Hauptziel in diesem Jahr (Ich glaube, ich hatte es schon öfter erwähnt? Verfluchter Schriftsteller-Alzheimer …) diesen Roman nicht nur neu aufzulegen und in sich geschlossen zu erzählen, nein, ich möchte auch ein Ende darunter setzen.
Daneben ist das Projekt aus der zweiten Reihe eher der Kategorie Schnellschuss zuzuordnen. Bei books2read läuft gerade eine Ausschreibung, auf die ich einfach Bock hatte und an der ich mich mal, kurz entschlossen, versuchen wollte. Vielleicht kommen am Ende 50k Wörter raus, vielleicht auch nur 30. Als Nebenbeiprojekt will ich den Drive des Novembers nutzen und zumindest einen ersten Rohentwurf herunter schreiben bevor ich mich im Dezember dann hoffentlich an die große Verschönerungskur machen kann. (Oder wohl eher im Januar. Der Dezember ist eigentlich so voll mit wohlbekannten Terminen, dass ich da schriftstellerisch nie etwas plane.)

Ansonsten ist der heutige Tag eher ruhig verlaufen. Da ich für die NaNo-Seite aber auch in Rio (GMT -3) wohne, weil Künstler-Tagesrhythmus und so, habe ich ja noch ein bisschen Zeit, etwas zu reißen. Das Tagessoll wird es vermutlich nicht werden, aber schon der erste Satz oder gar eine erste Szene (Pi Mal Daumen 300 bis 500 Wörterchen) wären äußerst fesch … Passend dazu geh ich jetzt erstmal voll produktiv Wäsche aufhängen.

Bilderquellen
Never Gone: Design erstellt mit Canva, Hintergrundbild von Jakub Seijkora @ Unsplash
Der ewige Gott: Hintergrundbild von Anders Jildén @ Unsplash

NaNoWriMo, NaNoWriMo Sonstiges

Tag 10 bis 1: Prokrastiniere und erstelle einen Blogpost darüber …

Nun, so einfach ist es dann doch nicht. 🙂 Bevor in etwas mehr als 240 Stunden alle dem Wahnsinn anheim fallen, gibt es noch ein paar Dinge zu erledigen, um den Übergang in das vor sich hinstammelnde und mit sich selbst streitende Wesen einer höheren Existenzebene so reibungslos wie möglich zu gestalten. Im letzten Jahr hat sich dabei folgende Liste als ganz praktikabel erwiesen:

Tag 10: Erstelle eine Liste mit all den beruflichen/ privaten Dingen, die noch angegangen werden müssen. Idealerweise ist diese Liste sehr kurz; auch wenn das Leben weniger für sein Small Business bekannt ist. Am besten ist es, Aufgaben noch heute anzugehen, um die Altlasten im November so klein wie möglich zu halten.

Tag 9: Teile den Wahnsinn mit der Welt! Zum Beispiel mit einem Blog … 😉
Bekenne dich öffentlich zum NaNo und warne deine Familie und Freunde vor, den nächsten Monat über zumindest geistig abwesend zu sein. Oder erzähle ihnen, dass du zum Nordpol fährst, um eine Reportage über den Weihnachtsmann zu schreiben. Nur: Mach deinen Lieben irgendwie klar, dass der November anders sein wird.

Tag 8: Zeit, für die richtige Motivation für den November zu sorgen. Sei es ein Bild der NaNoWriMo-Kitteh (oder meine persönliche Motivation 0:-)), eine Ausgabe von No Plot? No Problem! oder die NaNo-PepTalks. Mach dir Laune und suche dir etwas, dass dir auch in den dunkelsten NaNo-Stunden noch ein Lächeln beschert.
Für ein bisschen extra Boost kannst du auch eine Spende in Betracht ziehen. Sowohl das Office of Letters and Light als auch jeder zukünftige Nanit freut sich über Unterstützung, für diesen und viele weitere NaNos.

Tag 7: Backups. *Todesblick*
Backups. Backups. Backups. Sorge dafür, dass du im November ausreichend Backups machen kannst. Ein USB-Stick ist nicht genug, und so eine Cloud ist auch einen Blick wert.
Ansonsten sollten alle Arbeitsgeräte einwandfrei laufen, sodass sie nicht plötzlich während der heißesten Liebesszene jenseits der Venus die Füße hoch machen wegen Hitzschlags.

Tag 6: Es gilt nicht nur, die Nerven zu schonen (s. Tag 10 bis 7), auch Notfälle müssen eingeplant werden. Ein paar Rückengymnastikübungen am Arbeitsplatz, schöne Ziele für Spaziergänge zwischendurch oder Maßnahmen gegen die Kopfschmerzen of Doom sind gute Anfänge. Pflasterchen gegen Schnitte am Romanausdruck sind sicher auch nicht verkehrt. 😉 Und natürlich Mittelchen für eine plötzliche Schnodderseuche dürfen auch nicht fehlen.

Tag 5: Es wird ernst. Schließe einen Vertrag mit dir selbst, diesen NaNo zu gewinnen. Vor allem muss endlich die faule Socke von innerem Kritiker aus dem Weg geräumt werden. Verführ ihn mit einem Urlaub auf den Bahamas oder lock ihn einfach mit Wortsalat in eine Luxuszelle. Egal wie, Hauptsache dein Weg zu den 50k ist frei.

Tag 4: Richte deinen Arbeitsplatz nanotauglich ein. Hier den Papierstapel in den Schrank verbannen, dort die arme Grünlilie gießen und da ist doch ein tolles Plätzchen für ein Stövchen. Oder doch lieber die Tageslichtlampe? ô.o
Die Beschaffung eventueller nötiger Kleidungsstücke kann ebenso heute erledigt werden. Bei mir haben sich Merino-Stulpen als gutes Mittel gegen Gelenkschmerzen bewährt. Anderen hilft ein Wikingerhelm, um der Welt zu zeigen: „Achtung, NaNo-Modus“.

Tag 3: Wuhu, heute wird dein Konto weinen, wir gehen einkaufen! Tingel zum Lebensmittelladen deiner Wahl und decke dich mit Essen und Trinken für den NaNo ein. Zucker ist gut (Zimtsterne, Blaubeermuffintee oder Zitronenscones? Geht alles!), Obst ist natürlich noch besser. Am besten sind Sorten, die sich lange halten wie Orangen, Mandarinen oder Äpfel. Gibt es natürlich auch in Dosen (mit zu viel Zuckerbeigabe). Falls du nicht gerade einen lieben Partner/ Familie hast, der/ die dich bekocht, hilft exzessives Vorkochen und Einfrieren. Oder es gibt einfach Haute Cuisine aus Spirelli und Mischgemüse.
Ach ja, und der Gewinnersekt darf natürlich auch nicht fehlen. 😉

Tag 2: Heute wäre der ideale Zeitpunkt, sich auf der offiziellen NaNoWriMo-Seite zu registrieren, und sich Gedanken um den Roman zu machen. Wie, du hast noch keinen, nicht mal einen Titel? Dann aber ziemlich zügig, ich werde dich so lange in deinen Träumen mit schlechten Wortwitzen verfolgen bis du einen Pitch zustande gebracht hast. Und Zimtsterne gibts solange dann auch keine! 😉
Falls du hingegen zu den Frühblühern gehörst, die längst alles geplottet haben: Ein NaNo-Tagebuch ist auch eine feine Idee. Und Sticker. Überall Sticker. Für jedes erfüllte Soll im NaNo einen Sticker! (Oder vielleicht auch zwei.)

Tag 1: Es ist Halloween! Und Samhain! Geh raus mit Freunden und hab Spaß. 😀
Und wenn du um Mitternacht doch vor deinem Laptop sitzt, mach eine Kerze an und stelle sie ins Fenster. Die Grenze zwischen den Welten ist heute besonders dünn, und auch wenn ich sonst nicht zur gläubigen Sorte gehöre so denke ich, dass Schriftsteller aller Jahrhunderte uns dem nächsten Monat über über die Schulter gucken werden und besondere Wünsche und Kräfte schicken.

Tag 0: Schreib. Und gewinne. That’s it.